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Beschlussvorlage (Barrierefreie Kommunikation für Menschen mit Hörbehinderung im kulturellen Bereich - Stadtgeschichtliches Museum Tonofenfabrik - Sporthalle+ im Bürgerpark - Kita+ im Bürgerpark)

                                    
                                        Beschlussvorlage
Amt: 603
Eckert

Datum: 17.12.2015 Az.: 60/603TGM- Drucksache Nr.: 343/2015
Ka/Ec

Beratungsfolge

Termin

Beratung

Kennung

Abstimmung

Technischer Ausschuss

13.01.2016

vorberatend

nichtöffentlich

Gemeinderat

25.01.2016

beschließend

öffentlich

Beteiligungsvermerke
Amt
Handzeichen

Eingangsvermerke
Oberbürgermeister

Erster Bürgermeister

Bürgermeister

Haupt- und Personalamt
Abt. 10/101

Kämmerei

Rechts- und
Ordnungsamt

Betreff:

Barrierefreie Kommunikation für Menschen mit Hörbehinderung im kulturellen Bereich
- Stadtgeschichtliches Museum Tonofenfabrik
- Sporthalle+ im Bürgerpark
- Kita+ im Bürgerpark

Beschlussvorschlag:

Für die Bauvorhaben Stadtgeschichtliches Museum Tonofenfabrik, Sporthalle+ im Bürgerpark und Kita+ im Bürgerpark werden in den in der Vorlage
beschriebenen Bereichen Einrichtungen für Hörgeschädigte in Form von Induktionsschleifen vorgesehen.
Die hierfür erforderlichen finanziellen Aufwendungen werden im Haushalt für
das Jahr 2017 vorgesehen.

Anlage(n):
Anlage 1
Anlage 2
Anlage 3
Anlage 4

Induktive Höranlage Funktionsschema
Induktive Höranlage Stadtgeschichtliches Museum Tonofenfabrik
Induktive Höranlage Sporthalle+
Induktive Höranlage Kita+

BERATUNGSERGEBNIS
Einstimmig

Sitzungstag:

lt. Beschlussvorschlag

mit Stimmenmehrheit

Bearbeitungsvermerk

abweichender Beschluss (s. Anlage)

Ja-Stimmen

Nein-Stimmen

Enthalt.

Datum

Handzeichen

Drucksache 343/2015

Seite - 2 -

Begründung:
Die DIN 18040 (Norm für Barrierefreies Bauen) sowie der vom Landesverband der
Gehörlosen Baden-Württemberg e.V. entwickelte „Leitfaden zur barrierefreien
Kommunikation im kulturellen Bereich“ zeigen Möglichkeiten auf, wie bisher vorhandene Barrieren abgebaut und wie die Inklusion gefördert werden kann.
Um eine bessere Hörverständigung für und mit Menschen mit Hörbehinderungen
zu schaffen, besteht die Möglichkeit eine induktive Höranlage im Fußbodenaufbau
vorzusehen (siehe Anlage 1).
Eine induktive Höranlage, oder auch Induktionsschleifenanlage, ist eine technische
Einrichtung, die es einem Hörgeräteträger ermöglicht, störungsfrei Audiosignale
wie Musik oder Wortbeiträge in Veranstaltungsräumen drahtlos über das Hörgerät
zu empfangen.
Bei induktiven Höranlagen wird der Ton drahtlos von einem besonderen Verstärker
im Mikrofon über eine Induktionsschleife oder Ringschleife elektromagnetisch an
die Telefonspule (T-Spule) von individuellen Hörgeräten geleitet. Separate Induktionsempfänger mit Kopfhörern sind nur notwendig, wenn Hörgeräte nicht mit einer
T-Spule ausgestattet sind. Dann sollte eine geringe Zahl an Empfangsgeräten vom
Veranstalter bereitstehen.
Induktionsschleifenanlagen werden als bauliche Maßnahme fest im Raum installiert
und bieten eine Hörunterstützung in diesem bestimmten Bereich. Ihr Einbau eignet
sich besonders für größere Räumlichkeiten, wo mit regelmäßigem, vermehrtem
Publikumsverkehr zu rechnen ist.
Vorteilhaft bei der Realisierung von induktiven Höranlagen ist, dass eine gleichberechtigte Teilhabe für viele Menschen mit geeigneter Hörhilfe ohne Voranmeldung
und ohne weiteren Aufwand möglich wird.
Sowohl das Bauvorhaben Stadtgeschichtliches Museum Tonofenfabrik sowie die
Bauvorhaben Sporthalle+ im Bürgerpark und Kita+ im Bürgerpark eignen sich hinsichtlich ihrer Nutzung für den Einbau von induktiven Höranlagen. Diese können im
Zuge der Baumaßnahmen berücksichtigt werden.

Drucksache 343/2015

Seite - 3 -

Stadtgeschichtliches Museum Tonofenfabrik (siehe Anlage 2)
Es wird vorgeschlagen, eine induktive Höranlage im Veranstaltungsraum einzubauen.
Die auf Grundlage einer Kostenschätzung ermittelten Kosten für den Einbau der
Induktionsschleifen liegen hierfür bei 13.000,- Euro (brutto). Nebenkosten und Honorare sind im vorgenannten Betrag eingerechnet.

Sporthalle+ im Bürgerpark (siehe Anlage 3)
Es wird vorgeschlagen, eine induktive Höranlagen in der Mehrzweckhalle, auf den
Tribünen der Dreifeldhalle sowie im Haupteingang einzubauen.
Die auf Grundlage einer Kostenschätzung ermittelten Kosten für den Einbau der
Induktionsschleifen liegen hierfür bei 62.000,- Euro (brutto). Nebenkosten und Honorare sind im vorgenannten Betrag eingerechnet.

Kita+ im Bürgerpark (siehe Anlage 4)
Es wird vorgeschlagen, eine induktive Höranlage in den beiden Veranstaltungsräumen einzubauen.
Die auf Grundlage einer Kostenschätzung ermittelten Kosten für den Einbau der
Induktionsschleifen liegen hierfür bei 16.000,- Euro (brutto). Nebenkosten und Honorare sind im vorgenannten Betrag eingerechnet.

Die erforderlichen finanziellen Aufwendungen müssten für das jeweilige Projekt im
Haushalt für das Jahr 2017 bereitgestellt werden.

Tilman Petters
Baubürgermeister

Silke Kabisch
Abteilungsleitung