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Beschlussvorlage (Bericht zum 30.06.2017)

                                    
                                        Bau- und Gartenbetrieb Lahr - Halbjahresbericht 2017
1. Gegenüberstellung Wirtschaftsplan und der Gewinn- und Verlustrechnung zum
30.06.2017 (Anlage I)
Umsatzerlöse
Diese sind beim Wald im I. Quartal immer am höchsten, daher sind hier im 1. Halbjahr bereits fast
70 % der Umsatzerlöse realisiert worden. Bei dem Betriebszweig Bau und Garten bestehen die Umsatzerlöse zu ca. 85% aus Daueraufträgen und 15% Einzelaufträgen. Durch die Abschlagszahlungen für die Daueraufträge ist eine Gleichmäßigkeit der Erlöse im Laufe eines Jahres zu erkennen.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem Lohnerstattungen für den Betriebsleiter für seine Tätigkeit im Friedhof. Die Abrechnung erfolgt erst gegen Ende eines Wirtschaftsjahres.
Daher sind hier zum 30.06.2017 nur 35% der prognostizierten Ansätze erreicht.
Materialaufwand
Der Materialaufwand liegt per 30.06.2017 mit 47% leicht unter dem Planwert. Der Aufwand für Material ist bei den Daueraufträgen meist gleichbleibend und somit planbar. Schwankungen ergeben sich
durch den Materialaufwand bei den Einzelaufträgen, welche bei Wirtschaftsplanerstellung nicht vorherzusehen sind.
Personalaufwand
Der Personalaufwand entwickelt sich per 30.06.2017 planmäßig.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen für Fremdkapital sind mit 47% um 3% niedriger als veranschlagt. Dies liegt daran, dass
bei Wirtschaftsplanerstellung die Zinsen für das gemeindliche Darlehen mit 4,5 % kalkuliert und die
Rückführung in den gemeindlichen Haushalt zum 01.07.2017 vorgesehen war. Nachträglich sollen
die Zinsen auf 2,5% gesenkt werden, die Rückführung ist zum 31.12.2018 vorgesehen.

Das Halbjahresergebnis sieht im 1. Halbjahr sehr gut aus. Es müssen allerdings die bereits erwähnten saisonalen Schwankungen berücksichtigt werden. Die Erträge sind in der Summe 2% höher als
erwartet. Die Aufwendungen hingegen 1% niedriger. Daraus resultiert das Plus von über 150.000 €.
Da im Wirtschaftsplan keine saisonalen Schwankungen berücksichtigt werden, ist der Vergleich der
IST Zahlen mit dem Wirtschaftsplan im Laufe eines Wirtschaftsjahres nur bedingt aussagefähig. Von
höherer Bedeutung ist der Vergleich des gleichen Zeitraums mit den Vorjahren.

2. 3-Jahres-Übersicht der Gewinn- und Verlustrechnung zum 30.06. (Anlage II)
Durch die neue Fassung des § 277 I HGB BilRUG (Bilanzrichtlinie Umsetzungsgesetz) wurden die
Umsatzerlöse neu definiert. Ein Vergleich der Jahre ist nicht mehr ohne Weiteres möglich. In dieser
Darstellung wurden die Umsatzerlöse der Jahre 2015 und 2016 gemäß der neuen Fassung zusammengefasst, damit eine Vergleichbarkeit gewährleistet ist. Auch die Aufwendungen wurden durch die
Gesetzesänderung umstrukturiert, da es keine außerordentlichen Aufwendungen mehr gibt.

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Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse steigen um 4,6 % im Vergleich zu 2016. Auch von 2015 zu 2016 war ein Anstieg
von 4,5% festzustellen. Diese kontinuierliche Entwicklung gewährt Sicherheit bei der Wirtschaftsplanerstellung.
Die unbekannte Komponente stellen die Einzelaufträge dar. Haben diese im Jahr 2015 noch 15%
der Umsatzerlöse betragen, waren es 2016 bereits 20%. Diese Entwicklung ist nicht zu bejahen, da
dadurch auch Material- und Personaleinsatz schwer zu planen sind.
Materialaufwand
Zum 30.06.2017 befindet sich der Materialaufwand auf dem Niveau von 2015 und somit um über
80.000 € weniger als 2016. Dies entspricht der Planung für 2017.
Personalaufwand
Der Personalaufwand stieg um 2,4%. Dies entspricht der normalen Entwicklung.
Abschreibungen
Die Abschreibungen bleiben konstant.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Diese sind um 3% gesunken. Für 2017 ist bereits bei der Wirtschaftsplanerstellung von niedrigeren
Werten als 2016 ausgegangen worden. Diese Annahme basiert auf einem einmaligen Forderungsverlust im Jahr 2016. In der Vergangenheit hätte man hier von einem außerordentlichen Aufwand
gesprochen.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen sinken von Jahr zu Jahr, da auch der Restkreditbetrag durch die Tilgung sinkt.

Zusammenfassend steigen die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2017 um 4,6% im Vergleich zum
Vorjahr, während die Aufwendungen um 1,1% gesunken sind.

3. Investitionen in das Anlagevermögen
Wie bereits im Jahresabschluss 2016 und dem dazugehörigen Anhang dargestellt, haben sich Investitionen des Jahres 2016 in das I. Quartal 2017 verschoben. Das Ausschreibungsverfahren wurde bereits 2016 durchgeführt. Die Lieferung und der Liquiditätsabfluss erfolgten 2017. Die Fahrzeuge wurden geliefert und sind im Einsatz.
Ausgeschiedene Fahrzeuge und Geräte konnten zu einem sehr guten Preis veräußert werden. Bisher wurden für ausgeschiedene Fahrzeuge nahezu 23.000,- als Buchgewinn eingenommen.

Fazit
Das erste Halbjahr 2017 kann als erfolgreich bewertet werden. Der Jahresabschluss 2016 wurde
erstmals ohne das Steuerberatungsbüro erstellt und konnte fristgerecht durch den Gemeinderat beschlossen werden. Der Wirtschaftsplan 2018 ist aufgestellt. Im IV. Quartal werden die Maschinenstundensätze neu ermittelt. Das Lagerwesen und der Materialeinkauf soll weiterhin optimiert werden.

Herbert Schneider
Betriebsleiter

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